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Carrosserie Kiener AG
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Ökologie / Umwelt

In unserer Lackierabteilung wird den Anforderungen für eine saubere Umwelt und dem Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter Rechnung getragen. Nach Lösungsmitteln stinkende Spritzkabinen und Werkhallen gehören bei uns der Vergangenheit an. Deshalb verwenden wir, wie in der Automobilindustrie heute üblich, zur Lackierung ausschliesslich umweltfreundliche, wasserlösliche Lacke und Farben.

Die verwendeten Farben sind ausnahmslos Qualitätsprodukte deren Herstellung und Verwendung strengen Vorschriften unterliegen und regelmässig Prüfungen unterzogen werden.

Geschichte der Autolackierung

In der Anfangszeit des Automobils war die Lackierung ein langwieriger Prozess, bei dem eine langsam trocknende Flüssigkeit in mehreren Schichten über mehrere Tage oder sogar Wochen auf die Carrosserie aufgetragen wurde.

Mit dem Beginn der Serienproduktion in den 1920er Jahren musste auch die Chemie schneller werden. Mit den schnell trocknenden Nitrocelluloselacken wurde dann Mitte der 1920er Jahre die Autolackierung weltweit revolutioniert. Diese trockneten zwar schnell, erforderten jedoch eine aufwendige Hochglanzpolitur.

1929 wurde in den USA die ersten Alkydharze auf den Markt gebracht. Bei diesen Lacken entfiel die Politur und boten auch schon einen guten Schutz gegen chemische, mechanische und umweltbedingte Einflüsse.

Zwischen 1980 und 1990 wurden hauptsächlich 2-Komponenten-Acrylharze als Bindemittel eingesetzt, die mit einem Isocyanat-Härter vernetzt eine lange Haltbarkeit, gute Verarbeitung, exzellenten UV-Schutz und hohe Beständigkeit z. B. gegen Kraftstoffe, Säuren, Steinschläge etc. auszeichnete.

Zeitgleich wurden in der Serienproduktion und mittlerweile auch in der Reparatur von Autos Lacke auf Wasserbasis eingesetzt; bisher waren die Harze und Pigmente immer in Lösemitteln aufgelöst worden. Durch das Verdunsten der organischen Lösemittel bzw. des Wassers setzen sich Harze und Pigmente ab, bei Zweikomponenten-Systemen werden diese durch Zugabe von Härtern (in der Regel Isocyanaten) vernetzt und bilden eine harte und belastbare Oberfläche.

Seit einigen Jahren werden aber vermehrt Pulverharze eingesetzt.

Einkomponentige Systeme (z. B. Nitrolacke, Alkydharz-Lacke) trocknen an der Luft und härten dabei aus, zweikomponentige Systeme (z. B. Acrylharz-Basis) nur durch Zugabe von Härtern.

Bei den Fahrzeuglacken wird heute auch zwischen einschichtigen Systemen - sog. Decklacken (der Härter wird in den farbigen, also pigmentierten Lack gegeben und dieser bildet dann eine harte und glänzende Deckschicht) und Zweischicht-Systemen unterschieden. Beim Zweischicht-System ist die farbgebende Schicht nur eine ungeschützte Pigmentschicht, die wie Wasserfarbe nur trocknet aber dabei auch matt wird. Dieser sog. Basislack wird dann mit einem in der Regel zweikomponentigen Klarlack überzogen, welchem Härter beigemischt wird, damit dann eine glänzende und hochfeste Schutzschicht über der Farbschicht gebildet wird.

Diese Systeme sind vor allem bezüglich UV-Schutz, Kratzfestigkeit und mechanischem Schutz den Einschicht-Systemen deutlich überlegen und kommen heute in der Automobil-Produktion fast nur noch zum Einsatz.

(Textquelle Wikipedia)